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2. Juni 2017 bis 10. September 2017
Kunsthalle der Sparkasse Leipzig

Franziska Meinert, Lisl Ponger, Doris Ziegler, Paula Muhr, Tina Bara & Alba D’Urbano, Bjørn Melhus, Margret Eicher, AES+F, Gluklya, Marianna Krüger, Tina Bara, Parastou Forouhar, Bea Meyer, Alba D’Urbano, Annegret Soltau, Maria Becke-Rausch, Jamika Ajalon & Marion Porten, VIP

Kuratiert von Alba D’Urbano und Olga Vostretsova.

Ein weiteres Mal setzt die Kunsthalle der Sparkasse Leipzig ihre traditionelle Zusammenarbeit mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst fort und knüpft dabei an internationale Verbindungen an. Die aktuelle Ausstellung »disturbance« zeigt Positionen von fünfzehn Künstlerinnen und Künstlern sowie drei Künstlergruppen aus insgesamt sechs Nationen. In ihren Arbeiten nähern sie sich mit verschiedenen Medien und Methoden dem Thema der Störung. Die Exposition bietet ein breites Spektrum an zeitgenössischen Reflexionen, unter anderem zum Rollenverständnis zwischen Mann und Frau, zu Wertevorstellungen und gesellschaftlichen Mythen.

»Aus verschiedenen geographischen Räumen und Zeiten des 20. und 21. Jahrhunderts treffen die Werke im Kontext der ›disturbance‹ in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig aufeinander. Zusammen formen sie ein polyphones Gebilde, das keine festgelegten Lesarten anbietet und dem Publikum bewusst Interpretationsräume öffnet. Die Ausstellung präsentiert internationale künstlerische Positionen, die gesellschaftlich verankerte Mythen multiperspektivisch reflektieren, sie enthüllen und die Normen bzw. die Bild- und Vorstellungswelten, die sie generieren, explorieren. Im Fokus stehen das Nichtnormative, Subversive und Subkulturelle des Geschlechterdiskurses und seine Widerspiegelung im Bereich der bildenden Künste. Gerade im visuellen Bereich wurden neben manifesten theoretischen Auseinandersetzungen und politisch orientierten Handlungen seit den 1960er Jahren Bildwelten erfunden, die das hegemoniale Blickregime unterlaufen.

Pointiert, sich gelegentlich der Mittel der Ironie, der Affirmation und der Transformation bedienend, entwerfen die Kunstwerke im Feld des Sichtbaren und des Hörbaren transgressive Körperbilder, die das bestehende kollektive ›Bildarchiv‹ erweitern, das zur Identifikation der Subjekte beiträgt. Die Fragen nach Geschlechterkonstruktionen und Rollenzuschreibungen werden durch einzelne Kunstwerke auch an jenen Rändern beleuchtet, an denen kulturelle Prägungen mit religiösen Überzeugungen oder rassischen Differenzen interferieren.«

(Alba D’Urbano, Olga Vostretsova)

Adresse

Otto-Schill-Straße 4a
04109 Leipzig

Öffnungszeiten

Mittwoch 12—20 Uhr,
Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen 10—18 Uhr

Führungen für Gruppen nach telefonischer Vereinbarung.
Eintritt 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro


PIETÁ

OCCUPATION

Videoarbeiten aus dem Kunstfonds

7. April bis 2. Juli 2017
Eine Ausstellung des Kunstfonds in der Motorenhalle, Wachsbleichstraße 4 a, Dresden

Im Kunstfonds befinden sich zahlreiche zeitgenössische Videoarbeiten, die im Rahmen der Förderankäufe der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in die Sammlung gekommen sind. In der Motorenhalle ist nun – zum Teil erstmals – eine Auswahl aus diesem spannenden und vielfältigen Bestand zu sehen.

In der Sammlung des Kunstfonds befinden sich aktuell 52 mediale Video- und Filmarbeiten. Der Aufschwung, den dieses Medium vor allem seit dem Ende der 2000er erlebte, zeichnete sich auch bei den Neuzugängen ab: Der überwiegende Teil der Videokunstarbeiten im Kunstfonds wurde seitdem erworben. Die Frühzeit der Video- und Filmkunst findet sich in der Sammlung nicht abgebildet, wohl aber der Leipziger Schwerpunkt Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst lässt sich ablesen. Die meisten der heute mit Videokunst im Kunstfonds vertretenen Künstlerinnen und Künstler haben eine Ausbildung ebenda absolviert und nicht wenige zählen zu den international erfolgreichen Preisträgern wichtiger Auszeichnungen.

OCCUPATION, nach dem gleichnamigen Film von Clemens von Wedemeyer (2002), zeigt nun eine exemplarische Auswahl, die Einblick in den Bestand des Kunstfonds an Video- und Filmkunst gibt. Gezeigt werden 15 Video- und Filmarbeiten aus den letzten 15 Jahren, von Tilo Baumgärtel, Yvon Chabrowski, Eiko Grimberg, Mark Hamilton, Lisa Junghanß, Anja Kempe, Mario Pfeifer, Juliane Schmidt, Luise Schröder und Anna Baranowski, Maya Schweizer, Clemens von Wedemeyer, Christiane Wittig, Matthias Zielfeld sowie von den Künstlergruppen Famed und VIP.

Eine Ausstellung des Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Ausstellungszeitraum
7. April bis 2. Juli 2017

Ausstellungsort
Motorenhalle, Wachsbleichstraße 4 a, 01067 Dresden

Öffnungszeiten
Mittwoch 13 – 20 Uhr
Donnerstag, Freitag 15 – 19 Uhr
Samstag, Sonntag 14 – 18 Uhr

http://skd-online-collection.skd.museum/de/contents/showSearch?id=1429071